Maison—En Fleurs

Versteckt in der Weite der Natur erhebt sich ein Landhaus, das seinesgleichen sucht. Kein Ort der Konvention, sondern ein Statement für eine eigenständige, künstlerisch tief empfundene Ästhetik. Für Mezza—Maiso bedeutete dieses Projekt weit mehr als nur ein weiteres Interieur—viel mehr ein poetischer Entwurf gelebter Identität. Eine Einladung, konzeptionelles Denken mit einem emotional aufgeladenen Raumgefühl zu verweben und daraus ein inszeniertes Wohnportrait zu schaffen, das radikal persönlich ist.

Die Bauherrin dieses Hauses ist keine Frau der leisen Töne. Mit einem geschulten Blick für Komposition, für das Seltene und das Bedeutungsvolle, öffnete sie den Kreativen von Mezza—Maiso Tür und Tor für ein Experiment in Stil, Sinnlichkeit und Ausdruck. Entstanden ist eine Welt zwischen William Morris und Memphis Milano, zwischen Aristokratie und Avantgarde. Eine hybride Komposition aus Luxus, Widerstand und
Witz – ein Zuhause, das Kunst ist.

Ein Interieur als künstlerisches Narrativ
Der erste Eindruck: überwältigend. Die großflächige florale Tapete, ein Verweis auf die Arts-and-Crafts-Bewegung, entfaltet sich wie ein Wandgemälde, nicht bloß Dekor, sondern eine bewusste Positionierung. Dazu kontrastieren samtige Chesterfield Sofas in sattem Tannengrün, deren massives Volumen mit der filigranen Ornamentik der Wände spielt. Die Farbe zieht sich wie ein Thema durch das gesamte Raumgefüge, changiert von Moos bis Smaragd, getragen von Materialien wie Marmor, Samt, gebürstetem Holz und Bronze.

Im Zentrum des Hauses steht ein Salon, der gleichermaßen Bibliothek, Galerie und Rückzugsort ist. Die raumhohen, in Salbeigrün lackierten Bücherregale mit integrierter Beleuchtung rahmen nicht nur Wissen, sondern auch Skulpturen, Fundstücke und persönliche Erinnerungsstücke —jede Nische kuratiert wie ein Stillleben. Davor, tiefe Lounge Chairs in opulentem Blütendruck, deren expressive Stoffwahl sowohl mutig als auch märchenhaft und verträumt wirkt. Das knisternde Kaminfeuer wird so zur Bühne einer alltäglichen Dramaturgie, in der sich Leben, Lesen und Lauschen verbinden.

Die Schönheit des Eigenwillens
Der gestalterische Ansatz von Mezza—Maiso basiert nicht auf Wiedererkennbarkeit, sondern auf Resonanz. So auch in diesem Projekt. Keine Linie wurde gezogen, weil sie „immer so ist“. Jeder Winkel, jedes Material, jedes Möbelstück wurde in Beziehung gesetzt —zur Architektur, zur Geschichte des Hauses und zur Persönlichkeit seiner Bewohnerin. Die kräftigen Akzente in Rot – etwa die skulpturalen Beistelltische oder der Konsolentisch – setzen bewusste Störungen in die harmonische Farbwelt, wie ein Tusch im musikalischen Satz. Es ist ein Spiel mit Kontrasten, aber eines mit Feingefühl.

Auch funktional geht das Konzept über gängige Grenzen hinaus. Die sogenannte „Welcome Area“ ist kein klassischer Empfangsraum, sondern eher ein Übergangsraum mit Seele—halb Atelier, halb Salon. Hier treffen sich Gäste und Gedanken, Ideen und Inszenierungen. Man sitzt, diskutiert, liest, beobachtet. Oder man schweigt einfach, während der Blick durch die großflächigen Fenster in den parkähnlichen Garten schweift.

Eine Bühne für das Individuum
Dieses Haus ist ein Meisterwerk eklektischer Balance. Es vereint Ornament und Reduktion, Geschichte und Zeitgeist, Humor und Haltung. Vor allem aber ist es ein Bekenntnis zur Individualität. Hier wohnt jemand, der sich nicht über Trends definiert, sondern über Tiefgang, Vision und Mut.

Mezza—Maiso hat mit diesem Projekt ein kraftvolles Statement gesetzt: Gutes Design ist nicht gefällig. Es ist fordernd, persönlich, poetisch. Und wenn es gelingt, wie hier, dann entsteht nicht einfach ein schöner Raum, sondern ein fühlbares Zuhause.

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